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trendBLOG: Is‘ was, Doc? … oder: von Ärzten und Health Managern!

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Gesundheit ist alles – und ohne Gesundheit ist alles nichts. Wer wollte dem widersprechen? Früher war Gesundheit ein Luxus – zumindest, wenn man über 50 Jahre alt war. Wenn man sich mit 70 Jahren noch bewegen konnte, haben einem die Klageweiber böse Blicke hinterhergeworfen; fast, als wolle man sie um ihren Beruf bringen. Und wenn man über 90 Jahre wurde, sind sie auf einen losgegangen.

Heute … nun, da verhält sich das ein bisschen anders: Die bösen Blicke gelten eher dem, der den Wert seiner Gesundheit nicht erkennt – der sich gehen lässt, zu fettig isst und seine Umwelt mit der Einstellung langweilt, dass Sport Mord sei und nicht mehr als eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen. Jeder von uns kennt diese Leute.

Gesundheit wird nicht mehr als Luxus begriffen, sondern als Zielzustand, auf den man hinarbeiten kann – und muss. Zumindest im Normalfall. Ausgenommen sind natürlich Krankheiten, auf deren Entwicklung wir leider keinen Einfluss haben.

Unter demographischen Aspekten könnte man Maßnahmen zur Gesunderhaltung als kollektive Pflicht betrachten. Wenn wir bei unserer schwachen Geburtenrate in Deutschland auch noch eine geringe durchschnittliche Lebenserwartung hätten, würde es uns in wahrscheinlich weniger als 10 Generationen nicht mehr geben. Und das wäre doch schade.

Längst ist die Wirtschaft auf diesen Zug aufgesprungen: die Anzahl gesundheitsorientierter Magazine hat sich vervielfacht, Fitnessstudios sprießen wie Pilze aus dem Boden und jede Woche erzählt uns irgendein neuer Wellnessguru, wie wir unsere Problem- in Wohlfühlzonen verwandeln können. Wir lernen, dass wir 1) möglichst viele Ballaststoffe essen und 2) im Idealfall 3 Liter Wasser am Tag trinken sollen – dass wir uns 3) doch bitte häufiger bewegen, 4) viel an die frische Luft gehen und dabei 5) möglichst auf alles verzichten mögen, was irgendwie schmeckt. Kaum ein Trend hat unser Leben je so sehr beeinflusst, wie der einer zunehmenden Gesundheitsorientierung. Das mag man nun gut finden – oder nicht. Fakt ist, dass sich aus dieser Bewegung zahlreiche Ideen ableiten lassen, von denen einige im Begriff sind, unser aller Leben zu verändern. Und allein das ist für uns in der Trendberatung interessant.

Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist das Thema „eHealth“ oder (etwas veraltet ausgedrückt:) die „Telemedizin“ – ein Ansatz, der dem Gesundheitstrend nochmal einen zusätzlichen Schub geben wird. Im Mittelpunkt steht die orts- und zeitunabhängige Erfassung und Auswertung medizinischer Daten mithilfe digitaler Diagnose- und Übertragungstools. In Zukunft werden tragbare Geräte speziell zur Erfassung der Vitaldaten unsere Gesundheitsfunktionen ermitteln –und zwar fortlaufend – um die erfassten Angaben in einer unseren Ärzten zugänglichen Cloud zu speichern und diesen so die Möglichkeit zu geben, unsere Gesundheit aktiv zu „managen“. In der Cloud finden sich alle relevanten Informationen – vom ersten Zahnarztbesuch bis hin zur letzten Röntgenuntersuchung. Jede Abweichung vom Normalwert wird dezidiert untersucht und als Grundlage medizinischer Empfehlungen genutzt. Konsultationen finden über Videokonferenzen statt – und nur in Ausnahmefällen trifft man sich zur klinischen Untersuchung. Das Verhältnis zwischen Patienten und Ärzten wird sich radikal verändern: weg von einer bedarfsfallorientierten Versorgung hin zu einer kontinuierlichen Betreuung. Health Monitoring nennt sich diese Ausprägungsform des Gesundheitstrends. Als Bezahlsystem könnte sich durchsetzen, das Ärzte dann bezahlt werde, wenn ihre Patienten gesund bleiben – und nicht wenn sie krank werden (diesen Ansatz gibt es schon heute in Japan).

Die Vermessung des Menschen ist noch lange nicht abgeschlossen. „Wearables“ spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch wenn man sich einige dieser Entwicklungen kaum vorstellen kann, lassen sich schon heute spannende Innovationsbeispiele finden, die in eben eine solche Richtung zeigen. Jeder Trend ist mit Chancen verbunden – aber kaum ein Trend mit so vielen wie dieser.

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Im Folgenden möchten wir Ihnen 5 –wie wir finden– spannende Neuheiten aus der Medizin vorstellen, von denen wir glauben, dass sie sich schon bald durchsetzen werden:


Beispiel1: „Huggies“ – Dad’s pregnant, too

Bislang war es allein Müttern vorbehalten, die Bewegungen ihrer noch nicht geborenen Babys zu spüren. Das ändert sich nun – mit „Huggies“:

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Beispiel 2: Look Inside.™

Mithilfe eines 3D-Druckers und unterstützender Technologie von Intel hat Mick Ebeling –der Gründer der in Kalifornien ansässigen Not Impossible Labs– einen Ansatz entwickelt, passgenaue Prothesen zu drucken und so betroffenen (z.B. im Krieg verwundeten) Menschen die Möglichkeit zu geben, wieder aktiv am Leben zu partizipieren.

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Beispiel 3: Google – Diabetes

Google ist schon lange nicht mehr auf seine Suchdienste im Internet zu reduzieren. Das vielleicht innovativste Unternehmen weltweit hat jetzt den Prototypen einer Kontaktlinse vorgestellt, mittels derer man den Blutzuckerspiegel von Trägerpersonen ermitteln und entsprechende Handlungsempfehlungen hinsichtlich Menge und Zeitpunkt der nächsten Insulinverabreichung ableiten kann.

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Beispiel 4: Wello – Die Gesundheitsapp

Dieses „Self-Trecking Device“ erlaubt Ihnen, wesentliche Vitaldaten zu erheben und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Verbesserung einzuleiten. Egal ob Sie Fieber haben – oder Stress. Alle Daten werden erfasst, analysiert und in einem Gesundheitsreport zusammengestellt.

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Beispiel 5: Evena Medical

Diese von Evena Medical entwickelte Brille erlaubt Ärzten und Krankenschwestern durch die Haut ihrer Patienten zu sehen und so leichter deren Venen zu finden. Die Vorteile sollten sich jedem erschließen, der schon mal Probleme bei der Blutabnahme hatte.

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Wenn Ihnen noch weitere Beispiele einfallen, nutzen Sie unsere Kommentarfunktion (s.u.), um diese vorzustellen.

Auf bald

Jan Kristof Arndt [jkarndt@trendinnovation.de]

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