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trendBLOG: 12 Trends – 12 Monaten – 1 Ausblick! [Teil 2]

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Fortsetzung Teil 1: „12 Trends – 12 Monate – 1 Ausblick“

(7) “Air-bnb” for Everything

Die Shareconomy bleibt weiter auf dem Vormarsch. Das Credo: Warum kaufen – wenn man leihen kann. Dieser Trend erstreckt sich über zahlreiche Bereiche und ist längst nicht auf AIRbnb und kostengünstige Unterbringungsmöglichkeiten in fremden Städten beschränkt. Egal, ob es darum geht, sich als Nachbargemeinschaft zu organisieren und Gegenstände des nicht-täglichen Bedarfs zu teilen (s. NeighborGoods) oder ob man einfach auf das StadtRad zurückgreift, wenn man von A nach B will – Teilen ist „in“ und wird es erstmal bleiben. Weitergehende Informationen zu diesem Trend finden Sie in unserem Beitrag. „Heute schon geteilt?


(8) All data is responsive

Im Zuge der digitalen Revolution und der von den meisten Arbeitnehmern heute verlangten Flexibilität gewinnen die mobilen Endgeräte im Bewältigungsprozess der täglichen Aufgaben und Herausforderungen immens an Bedeutung. Das zeichnet sich schon seit längerem ab, aber in 2014 wird sich dieser Trend von keinem Unternehmen mehr ignorieren lassen. Wer hat schon Lust, erst an seinem Arbeitsplatz sitzen zu müssen, um z.B. Einsicht in ein Angebot nehmen oder einen Fragebogen ausfüllen zu können. Wie Eric Schmidt –Executive Chairman von Google– kürzlich sagte: „The trend has been that mobile was winning. I tell you: It has now won!“ Alle online bereitgestellten Informationen müssen responsive sein – wenn ihre Seite das noch nicht gewährleisten sollte, wissen sie jetzt, was sie ab Montag nächster Woche in Angriff nehmen sollten. Keine Sorge – es lohnt sich! Ein tolles Beispiel hierfür ist die Seite von Create Digital Media.


(9) Leave me alone – Private spots in a non-private world

Wir alle sind Teil der Always-on-Gesellschaft. Jede Sekunde werden unzählig viele Informationen ins Netz gestellt, von denen wir glauben, dass sie für uns von Interesse sein könnten. Ständig erreichen uns irgendwelche Nachrichten, in denen uns mitgeteilt wird, was wir zu machen und zu lassen, wo wir zu sein und wie wir uns darzustellen haben. Irgendjemand will immer was von einem. Wer auf die Frage „Hast Du schon gehört …?“ mit „Nein“ antwortet, begeht in bestimmten Kreisen gesellschaftlichen Selbstmord und rückt so schnell an den Rand seines „Freundeskreises“, dass ihm Hören und Sehen vergeht. Kein Wunder, dass so viele Menschen an FOMO leiden – the Fear of Missing out – oder zu deutsch: der Angst, etwas zu verpassen. Als eine Art Anti-Reaktion auf diesen Trend, sprießen immer mehr „Inseln der Ruhe und Abgeschottetheit“ aus dem Boden – und zwar überall. Das Thema eines entschleunigten Lebens wird wieder stärker in den Mittelpunkt rücken und seinen Ausdruck in zahlreichen Produkten und Dienstleistungen finden: Egal, ob „digitale Entziehungskuren“ oder öffentliche Ruheräume, empfangsfreie (oder -befreite) Ressorts in der Natur oder Silent Spaces in den eigenen vier Wänden – in 2014 werden uns einige solcher Angebote begegnen.


(10) Augmented Humanity

Zahlreiche Forschungsprojekte zielen auf eine systematische Verbesserung der menschlichen Leistungsfähigkeiten ab. Während die Transhumanisten von einer schrittweisen Verschmelzung zwischen Mensch und Maschine träumen, konzentrieren sich die meisten Tech-Unternehmen (zumindest noch) auf die Entwicklung externer Tools, die uns helfen sollen, unser Potential besser auszuschöpfen. Dazu zählen vor allem die sog. Wearables – kleine technologische Hilfsmittel, deren Effekt allerdings sehr groß sein kann. Google Glass zählt dazu. Und die von Apple angekündigte (und fast überfällige) Smartwatch ist ebenfalls in diesem Zusammenhang zu nennen. Ob wir die dann nächsten Schritte hin zur Entwicklung einer post-humanen Lebensform gehen wollen, ist eine ethische Frage –ich sehe das kritisch– aber Fakt ist, dass wir schon sehr bald sehr viele Beispiele für den Trend „tragbarer Technologien“ sehen werden.


(11) Fab-olution

Selbst ist der Mann. Und die Frau. Und das Kind – solange es alt genug und in der Lage ist, einen Computer zu bedienen. Schon bald wird jeder Haushalt über seinen eigenen 3D-Printer verfügen und ganz nach belieben, z.B. Gegenstände des täglichen Gebrauchs drucken. Was das für die Herstellerunternehmen solcher Waren bedeuten wird, kann man sich ausmalen. Tatsächlich macht die Technik vor kaum einer Industrie halt. So arbeitet die Nudelfirma „Barilla“ an einem 3-D-Drucker für Pasta. Und die Universität von Süd-Kalifornien testet gerade einen gigantisch großen Printer, der angeblich in der Lage sein soll, Häuser in weniger als 24 Stunden zu drucken. Unglaublich oder? Adidas und Nike sind schon vor einiger Zeit auf diesen Zug aufgesprungen und konnten die Phase der Prototyperstellung von 4-6 Wochen auf 1-2 Tage reduzieren. Außerdem ergeben sich natürlich interessante Individualisierungsmöglichkeiten im Umsetzungsprozess vieler Firmen, weswegen wir in nächster Zeit fast täglich über neue Beispiele dieses Trends stolpern werden. Überlegen Sie genau, wie auch Ihr Unternehmen davon profitieren kann – ich bin mir sicher, dass ihnen etwas einfallen wird.  


(12) MyTaxi – MyEverything

MyTaxi hat es vorgemacht – und andere ziehen nach. Serviceleistungen wird man in Zukunft per Knopfdruck in Anspruch nehmen können; und zwar wann und wo man sie gerade braucht. Das reicht von der mobilen Massage bis zum HairCut@Home. SIXT hat vor wenigen Wochen sein neuestes Spinn-Off vorgestellt: „myDriver“ – ein Unternehmen, das damit wirbt Chauffeurleistungen auf Taxi-Preisniveau anzubieten. Wer hier keine Anknüpfungspunkte für sich und sein Unternehmen sieht (zumindest wenn man im Dienstleistungsbereich arbeitet), hat nicht lange genug darüber nachgedacht. „MyEverything“ ist überall – und das kann auch kaum verwundern, steht dahinter doch das recht einfache Kreativkonzept, Erfolgsbeispiele anderer Industrien auf sein eigenes Business zu transferieren. Versuchen Sie es mal, ich bin mir sicher, dass sie nach fünf Minuten bereits erste Ideen entwickelt haben, wie auch Sie von diesem Trend profitieren können.


Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Trends, die sich momentan an den Märkten beobachten lassen. Die einen sind seit Jahren etabliert und haben sich längst im Quellcode unserer Welt manifestiert (dazu zählen neben der demografischen Veränderung z.B. Themen wie die zunehmende Feminisierung unserer Kultur oder das sich verstärkende Umweltbewusstsein der Menschen). Und andere sind bislang eher schüchtern aufgetreten und stecken noch in den Kinderschuhen (wie z.B. die Individualmedizin). Aber: Die in diesem Beitrag behandelten Themen sind aktuell und bieten Ihnen die Chance, bestehende Leistung innovativ aufzuwerten, vielleicht sogar neue Märkte zu erschließen – und das in absehbarer Zeit.

Mit der Kampagne „Think Blue.“ fordert uns Volkswagen dazu auf, bereits heute an morgen zu denken. Dem wäre nichts hinzuzufügen.

Auf bald

Jan Kristof Arndt [jkarndt@trendinnovation.de]

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